Ökonomie der Zukunft


Grundsätzliche Überlegungen zu diesem Zyklus


Immer häufiger stellt sich die Frage, inwieweit gegenwärtige Wirtschaftsmodelle in der Lage sind, das hohe Wohlstandniveau Europas zu sichern. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Industriestaaten haben sich im Zuge der Globalisierung verändert: Symptome wie Arbeitslosigkeit, Abwanderung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer und sinkende Wachstumsraten stellen viele Länder vor große Herausforderungen. Neue Konzepte sind erforderlich, um die Chancen einer sich stark verändernden Gesellschaft zu nutzen und auch in Zukunft wirtschaftlich erforlgreich zu sein.

Mit der „Ökonomie der Zukunft“ wird eine Vision dargestellt, die vor allem Freiräume für die Entwicklung von Kreativität und Innovation fordert, um mit Erfindergeist und Offenheit einen lebendigen Arbeits- und Lebensraum mit Zukunftsperspektiven zu schaffen. „Ökonomie der Zukunft“ steht für ein neues Wirtschaftsmodell, das nicht nur auf Zahlen wie Standortkosten, Sozialabgaben und Tarifverträge abhebt. Die „Ökonomie der Zukunft“ ist vielmehr die Wirtschaftsform der Wissensgesellschaft: eigenverantwortlich, sich selbst organisierend und motivierend, basierend auf den Grundsätzen ökologischen Handelns. Seit jeher hatte die Ökologie aufgrund ihres ganzheitlichen Ansatzes eine Reihe von Überschneidungsfeldern mit anderen Disziplinen wie Zoologie, Botanik, Mikrobiologie und Genetik sowie mit anderen Natur- und Geowissenschaften wie Physik, Chemie, Bodenkunde oder Klimatologie. Auch mit den Bereichen der Soziologie, Anthropologie und Ökonomie gibt es Überschneidungspunkte; und in der Ökologie werden ebenso wie in anderen Wissenschaften Methoden der Mathematik und Informatik zur Modellierung komplexer ökologischer Phänomene genutzt.

Als übergreifende Disziplin bzw. Dachwissenschaft basiert nun die „Ökonomie der Zukunft“ auf den Erkenntnissen all dieser Fachbereiche. Dadurch können Gesamtzusammenhänge erkannt und analysiert werden, zugleich wirkt die „Ökonomie der Zukunft“ auf die unterschiedlichen Disziplinen zurück und ermöglicht Fragestellungen, die innerhalb dieser nicht gesehen werden können. Hierher gehören Initiativen wie Cradle to Cradle aber auch gesellschaftliche bzw. soziologische Entwicklungen wie das Arbeits- bzw. Unternehmerpinzip der Zukunft. Aus Angestellten werden Mitunternehmer, aus Arbeitgebern Förderer und Fordernde. Für eine nachhaltige Ökonomie, die Ökonomie der Zukunft!




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